
Folge 1111: Gewohnheitstiere
Sendedatum: 17.01.2025
19.50 Uhr MDR
Kamera: Götz Walter, Thomas Keffel
Ton: Lars Kleßig
Schnitt: Michael Wolf
Silvestertote
Jedes Jahr am Jahresanfang wird im Zoo Leipzig der Tierbestand genau erhoben. Oder besser: So genau wie möglich, denn beim Zählen der Fische im Aquarium z.B. wird die Genauigkeit manchmal erschwert: Etwa durch Verstecke in Felsspalten, in und hinter Pflanzen oder im Sand. Auch kann man sich ein Fisch in großen Schwärmen gut vor den Augen der akribisch Zählenden wegducken und diese damit an ihre Grenzen bringen. Zu den besonders skurrilen Phänomenen der Aquarium-Inventur gehören die alljährlichen Silvestertoten. Anders als der Name vermuten lässt, sind sie nämlich weder an Silvester verstorben noch wirklich tot…
Annäherung
Wer bei und mit den Robben arbeiten möchte, muss erst einmal das Vertrauen der Tiere gewinnen. Das geht am besten über eine gegenseitige Gewöhnung aneinander. Robbe gewöhnt sich an den Anblick, den Geruch und die Berührung von Mensch, Mensch gewöhnt Robbe an sich und sich an Robbe. Diese Aufgabe hat derzeit Lisa Teichmann, die seit 01. Oktober 2024 als Veterinärassistentin in der Tierklinik tätig ist. Jeden Tag um 11.30 Uhr hat sie einen Ortstermin in der Trainingsbox des Robbenhauses, mit dem Ziel, den Robben eines Tages unbehelligt z.B. aufs Maul schauen zu dürfen, oder an die Flosse zu fassen. Aber ist das alles wirklich nur eine Frage der Gewohnheit
Leuchten für Anfänger
Tapirweibchen Nessa ist noch immer sehr scheu. So wurde sie bereits seltene Male beim Baden beobachtet, aber nie in Gesellschaft ihrer Pflegenden. Celina Lembke und Michael Ernst wollen Nessa diese Scheu in den kommenden Wochen abtrainieren, denn Baden ist aus vielen Gründen auch für Tapire empfehlenswert. Doch alles Locken führt zu Nichts. Liegt das etwa an den Lichtern für das bald beginnende Tropenleuchten? Nessa erlebt die bunten Bäume vor ihrer Badewanne schließlich zum ersten Mal. Micha Ernst geht der Sache nach …